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Was macht die grüne Mobilität?

Green Mobility

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03.20.2022

Wie Städte und Menschen positive Entwicklungen in der Mobilität vorantreiben… Wird es ausreichen? Was macht die grüne Mobilität?

Der Mobilitätswandel

Mobilität – genauer gesagt, unser Weg, von A nach B zu kommen – hat einen unglaublichen Einfluss auf die Gesundheit unseres Planeten und unserer Gemeinschaften. Es wird viel über grüne Mobilität diskutiert, viele Maßnahmen werden getroffen. Aber was genau machen Städte und deren Einwohner*innen (wir), um die nachhaltige städtische Mobilität voranzutreiben?

Lasst uns kurz darauf zurückkommen, wieso Mobilität so essentiell für Nachhaltigkeit ist. Laut dem WWF kommt ungefähr ein Viertel der globalen CO2 Emissionen vom Transport von Menschen und Gütern. Darüber hinaus beeinflussen nicht nachhaltige Transporte die Menschen auch direkt, da sie die Luft verschmutzen und die Straßen verstopfen.

Daher ist es leicht erkennbar, wieso wir geteilte Lösungen mit geringeren Emissionen benötigen.

Übrigens, eine kurze Frage: Wenn du in der Stadt herumfährst, wie viele Personen befinden sich durchschnittlich in deinem Auto? Nur du?

Maria Tsavachidis, CEO des „Europäischen Instituts von Innovation und Technologie zur Urbanen Mobilität“ (European Institute of Innovation and Technology on Urban Mobility), erklärte: „Wir können die Ziele einer nachhaltigen und schlauen Mobilitätsstrategie nicht ohne Städte erreichen. Städte sind von Beginn an zu einem wichtigen Akteur im Innovationsprozess geworden, statt nur eine Anspruchsgruppe zu sein – und das ist für mich bahnbrechend.“

Öffentliche Verkehrsmittel können dafür ein guter Startpunkt sein. Gute, verlässliche und erschwingliche öffentliche Verkehrsmittel (wie Busse, Metros, Straßenbahnen, und weitere) sind ein Schlüsselfaktor bei der Entscheidung, wie viele Menschen in der Lage sind und angeregt werden, diese nachhaltigen Verkehrsmittel zu nutzen.

Um verschiedene Möglichkeiten darzustellen, können wir uns einige Beispiele von Nachhaltigkeitsprojekten in Städten anschauen.

Städte, die „grün” handeln

Der City Mobility Index, welcher sich auf die Highlights des städtischen Wandels konzentriert, hat eine Rangliste der top zehn Städte im Hinblick auf grüne Mobilität erstellt. An erster Stelle steht Berlin und wird auch die Hauptstadt der nachhaltigen Mobilität genannt, aufgrund der Förderung von neuen Technologien, die Zugang zu Daten und Informationen über Transportation anbieten. Außerdem fokussiert sich Berlin auf fahrerlose U-Bahnlinien und elektrische Fahrzeuge wie Fahrräder.

Paris gehört auch zu den top zehn und hat den Bau eines Grand Paris Express gestartet, der insgesamt über €35 Milliarden kostet und ungefähr 200 km an unterirdischen Leitungen abdeckt. In der Vergangenheit haben die Bürgermeister von Paris bereits das Métro-System erweitert, die Bus- und Fahrrad-Spuren verlängert, und die Parkplatzmöglichkeiten reduziert. Darüber hinaus haben sie ein Fahrrad-Sharing Programm gegründet, das sich Vélib‘ nennt und später dem elektrischen Carpooling Programm Autolib‘ Platz machte.

Mobility

Andere Städte, die ebenfalls grüne Mobilitätsmaßnahmen getroffen haben, jedoch nicht in dem Index auftauchen, beinhalten Jakarta. Die Stadt war ein Pionier in Asien, da sie als erste ein BRT („Bus Rapid Transit“) gebaut hat im Jahr 2014, genannt Transjakarta. Dies ist Teil der Bemühungen von Jakarta, die grüne Mobilität zu erweitern, sowie auch das Bauen der Metro, um intermodularen Transport zu ermöglichen. Trotzdem müssen noch viele weitere Maßnahmen getroffen werden, um Jakartas Verkehrsstau- und Verschmutzungsprobleme zu mildern.

Eine weitere sehr innovative Lösung befindet sich in der Stadt Odense in Dänemark. Wenn es regnet, messen dies die Kreuzungen und Fahrradfahrer*innen erhalten länger eine grüne Ampel, um deren Reise zu verkürzen. Dieser Sensor ist auch mit zwei Bewegungsmeldern verbunden, die das System wissen lassen, wenn Fahrräder in der Nähe der Kreuzung sind. Somit werden die Pendelstrecken vereinfacht, und Anreize für das Fahrrad werden geschaffen.

Außerdem konzentriert sich Coventry im Vereinten Königreich darauf, Alternativen zu persönlichen Autos (beispielsweise öffentliche Transportmittel, Fahrräder oder Taxis) attraktiver zu machen, indem die Stadt bis zu £3.000 an „Mobilitätskrediten“ anbietet, die für Zahlungen der genannten Transportmittel genutzt werden können.

Was wird gebraucht? Was würdest du gebrauchen?

Eine Gemeinsamkeit für diese Städte ist die Investition in öffentliche Transportmittel und die Ermutigung eines kulturellen Wandels – von Bürger*innen, die jeden Tag ihre Autos alleine nutzen, zur Teilung von Ressourcen, Carpooling oder Carsharing, Fahrradfahren oder öffentliche Transportmittel. Schlussendlich liegt die Entscheidung allerdings bei uns: Ob wir die angebotenen Anreize und Systeme nutzen, und uns entschließen, zur grünen Mobilitätswende beizutragen.

Und du, was würdest du brauchen? Erzähle es uns bitte!

15 Minuten Städte

Das 15 Minuten Stadtprojekt fokussiert sich auf den Zugang innerhalb des städtischen Wandels, mit dem Anspruch, dass jeder Mensch, der in der Stadt lebt, Zugang zu essentiellen städtischen Leistungen haben sollte – und das innerhalb eines 15-minütigen Gangs oder Fahrradfahrt. Diese Idee fordert im Kern die Gleichberechtigung: kein Mitglied einer Gemeinschaft sollte (geographisch) ausgeschlossen werden. Natürlich ist das Konzept vielerorts weit davon entfernt, umsetzbar zu sein, da es oft Infrastrukturmangel gibt. Trotzdem sollten sich Städte mit den erforderlichen Ressourcen bemühen, diese essentielle Forderung zu erfüllen, um eine grüne und effiziente Umgebung zu gestalten.

Für mehr Informationen zum Projekt, kannst du hier deren Blog entdecken.

Die Hauptfrage ist – wie werden wir die großen Hauptstädte in 15 Minuten Städte umstellen? Zurück zu einem Dorf-Konzept, angewandt bei den Nachbarschaften?

Eine gemeinsame Vision – und Nachteile

Das gewünschte Ergebnis dieses Wandels werden Städte sein, die über einen höheren Lebensstandard verfügen, mit sauberer Luft, Straßen, stärkeren Gemeinschaften und geringeren Emissionen.

Aber damit das passiert, braucht es langfristige und kollektive Handlung: Regierungen, sowohl nationale als auch regionale, zusammen mit Unternehmen und Bürger*innen, können ihren Teil tun, zu dieser gemeinsamen Vision beizutragen.

Zuletzt sollte angemerkt werden, dass verschiedene Gemeinschaften verschiedene Ressourcen und natürliche Grundvoraussetzungen besitzen – dies beeinflusst unvermeidbar auch die Verfügbarkeiten für Städte und deren Bewohner*innen. Dennoch sind wir in der Lage, innerhalb der verschiedenen Grenzen eine Veränderung zu bewirken und unsere Bürgermeister*innen für deren Versprechen zur Verantwortung zu ziehen.

 

Wenn du dich für Mobilität und Nachhaltigkeit interessierst, solltest du auch unseren Artikel über individuelle, gesellschaftliche und städtische Mobilität lesen.

Bist du bereits ein Mitglied der Komoneed-Gemeinschaft? Falls nicht, worauf wartest du? Trete uns bei und erhalte regelmäßige Einblicke in zahlreiche Nachhaltigkeitsthemen

 

Außerdem wollen wir deine Meinung erfahren…

  • Wie pendelst du selbst? Was sind deine Gründe für diese Pendelart?
  • Trifft deine Stadt Maßnahmen, um nachhaltige Mobilität zu fördern? Falls ja, welche?
  • Welche der genannten Beispiele an Städten fandest du am interessantesten, oder am überraschendsten? Wieso?

 


Sources
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5 Kommentare

  1. Anna-Lena

    Berlin gehört ja anscheinend zu den nachhaltigsten Städten in der Mobilität… Allerdings finde ich, dass die Tickets doch ziemlich teuer sind. Zwar sind sie es wert, aber ich kann mir vorstellen, dass es für viele problematisch sein kann.

    Antworten
  2. Raja W.

    Das 15-Minuten Stadtprojekt finde ich echt gut, und in Berlin gibt es ja Kieze, daher ist es dort vielleicht vorhanden…

    Antworten
    • Komoneed

      Hoffen wir es, denn es kann auch unserer Gesundheit zugute kommen, vor allem wenn wir zu Fuß gehen oder traditionelle -mechanische- Fahrräder benutzen.

      Antworten
  3. Konrad

    Ich fahre meistens mit öffentlichen Verkehrsmitteln, aber manchmal auch Uber, falls es deutlich praktischer ist manchmal. Eigentlich würde ich gerne mit Fahrrad fahren, aber in der Stadt traue ich mich das noch nicht

    Antworten
    • Komoneed

      Öffentliche Verkehrsmittel, Fahrradfahren und zu Fuß gehen sind für die Stadt das Beste. Es gibt immer noch viel zu tun, vor allem in Vorstädten, Kleinstädten oder auf dem Land, wo Entfernungen und Wetter manchmal nicht helfen.

      Antworten
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