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Blockchain und Bitcoin, oft genutzte Schlagworte

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07.19.2021

Die Umweltbelastung von Blockchain-Technologie

Kryptowährung, Blockchain, Bitcoin, Data-Mining, … Diese Schlagworte können beinahe überall vernommen werden: in finanziellen Diskussionen, in der Geschäftswelt, in Universitäten und in vielen weiteren Situationen.

Aber was genau verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Und welche Auswirkungen haben sie auf die Klimakrise?

Back to Basics

Um diese Fragen zumindest teilweise zu beantworten, brauchen wir ein besseres Verständnis der Grundlagen.

Allgemein sind Kryptowährungen, im Gegensatz zu traditionellen Währungen, nicht gestützt durch Sachanlagen oder Wertpapiere.

Sie sind digitale Währungen, die normalerweise nicht von Regierungen ausgegeben sind – somit nicht reguliert – und sind gesichert durch Kryptografie, eine Methode, um Daten zu speichern und zu übermitteln, sodass nur diejenigen es lesen und verarbeiten können, für die es bestimmt ist. Dadurch werden die Daten geschützt, beispielsweise vor Diebstahl oder Veränderungen, aber die Methode kann auch zur Benutzerauthentifizierung genutzt werden.

Viele der Kryptowährungen basieren auf Blockchain-Technologie: „eine dezentrale Datenbank (…), die im Netzwerk auf einer Vielzahl von Rechnern gespiegelt vorliegt.“

Kryptowährungen werden oft gehandelt, können aber auch genutzt werden, um Waren und Dienstleistungen zu kaufen.

Bitcoin, die beliebteste Kryptowährung, hat bereits sehr volatile Preise gehabt: oft hat die Währung an Wert verloren oder gewonnen, und das in kurzen Zeiträumen. Diese Unbeständigkeit stellt einige Herausforderungen dar, die jedoch außerhalb der Thematik dieses Artikels liegen.

Eine „hungrige” Technologie

Stattdessen konzentrieren wir uns auf die Umweltbelastung der Blockchain-Technologie, die hinter vielen der Kryptowährungen steckt, wie beispielsweise Bitcoin, Ethereum, XRP, Cardano oder Stellar.

Dafür müssen wir uns anschauen, wie Blockchain überhaupt funktioniert. Einfach ausgedrückt, ist es dezentralisiert, verwaltet und speichert Transaktionen. Einmal aufgezeichnet, können Daten nicht mehr geändert werden.

Ein wichtiger Aspekt dieser Technologie ist der Prozess des Data-Mining, bei dem das Netzwerk der Computer Algorithmen nutzt, um Transaktionen zu bestätigen.

Der umweltschädliche Bestandteil liegt bei den Hochgeschwindigkeits-Computern, die Teil des Netzwerks sind. Diese nutzen logischerweise eine enorme Menge an Energie.

Tatsächlich wäre allein das Bitcoin-System, wenn es ein Land wäre, der 34 größte Elektrizitäts-Konsument, laut dem „Electricity Consumption Index“ der Cambridge Universität.

Wachsende Kritik

Diese schockierende Tatsache hebt die Umweltbelastung hervor, die sonst viel zu oft außer Acht gelassen wird.

Allerdings fangen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens an, diese Auswirkungen anzuerkennen, indem sie zum Beispiel Bitcoin als Zahlungsmittel ablehnen, bis der CO2-Fußabdruck verbessert ist.

Vitalik Buterin, der Entwickler der zweitgrößten Kryptowährung „Ethereum“, erwähnte ebenfalls seine Bedenken, was die Kohlenstoffbilanz angeht.

Die versteckten Kosten von Kryptowährungen

Nun mag eine Person mit einem normalerweise sehr nachhaltigen Lebensstil den Handel von Kryptowährungen verteidigen wollen, mit der Aussage, dass sie andere Währungen ersetzen können, die beispielsweise sehr viel Papier verbrauchen.

Trotz dieses Arguments werden Kryptowährungen sehr wahrscheinlich nicht die traditionellen Währungen ersetzen, zumindest nicht in der nahen Zukunft.

Daher sind die Umweltbelastungen als zusätzliche Emissionen anzusehen.

Weiterhin verbrauchen die Bitcoin Transaktionen sehr viel mehr Energie als zum Beispiel VISA Transaktionen. Eine einzelne Bitcoin Transaktion im Jahr 2021 kommt schätzungsweise mehreren Hunderttausenden VISA Transaktionen gleich.

Wie man in dem Diagramm unten unschwer erkennen kann, ist der Unterschied sehr deutlich.

Kohlenstoffemissionen werden ausgestoßen je nach der Energiequelle, die für den Mining-Prozess verwendet wird. Das ist einer der Hauptgründe, weshalb Blockchain-Technologie das globale Klima bedroht und auf erneuerbare Energien zurückgreifen sollten.

Leider birgt jedoch selbst die Nutzung erneuerbarer Energien Nachteile. Zum Beispiel könnte so diese Energie anderen, lokalen Gemeinschaften entzogen werden.

Zusätzliche Umweltprobleme

Zuletzt führen Kryptowährungen auch zu Elektro-Abfall, da viel Hardware im Verfahren genutzt wird. Diese Hardware wird obsolet und endet als Müll, da sie keinen weiteren Zweck hat.

Aufgrund der wettbewerbsorientierten Art des Data-Mining ersetzen neuere Maschinen schnell die „veralteten“ Geräte, sobald sie weniger effizient sind.

Dieses separate Problem kann nicht durch die Erzeugung erneuerbarer Energien gelöst werden.

Starker Veränderungsbedarf

Etwas sollte sich ändern – sonst hat diese unglaubliche Technologie das Potenzial, unseren Planeten noch mehr zu beschädigen.

In Zeiten wie diesen sind nachhaltige Entwicklungen notwendig, und zwar in allen Bereichen. Das ist aktuell noch nicht der Fall bei Blockchain und Kryptowährungen, die der Erde mehr schaden als helfen

Aber jetzt möchten wir gerne von dir Folgendes wissen:

  • Wusstest du über die ökologischen Auswirkungen von Blockchain-Technologie Bescheid?
  • Hast du jemals Kryptowährungen gehandelt?
  • Von welchen revolutionären Anwendungsbereichen der Blockchain-Technologie hast du schon gehört?
  • Sind Kryptowährungen die Zukunft – oder bloß eine Modeerscheinung?

Sources

Image
  • Pixabay

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Heutzutage wird viel über Nachhaltigkeit im Finanzsystem diskutiert – es scheint ein wichtiges Thema zu sein, da Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen davon sprechen.

2 Kommentare

  1. Linus Meier

    Seit Elon Musk es angesprochen hat, habe ich mich auch über den Nachhaltigkeitsaspekt von Bitcoin informiert, echt erschreckend

    Antworten
    • Komoneed

      Danke, Linus! Das ist leider richtig.

      Antworten
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