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Lighthouse | Studenten in der Nachhaltigkeitsberatung

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03.25.2022

Studenten in der Nachhaltigkeitsberatung

Ein Interview mit Paolo Costi über Lighthouse – Corporate Sustainability

by Chiara Richter

Hallo Paolo! Kannst Du mir etwas über Dich und Deinen Hintergrund erzählen?

Hallo, ich bin Paolo

und komme aus Italien. Ich habe meinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften in Italien gemacht, bin mit Erasmus nach Polen gegangen und habe nach dem Studium ein Gap Year genommen, um meine nächsten Schritte zu planen. Dann habe ich meinen Master an der ESCP Business School gemacht und bin zu deren Campusstandorten in Madrid, Berlin und Paris gegangen.

Im Jahr 2019 habe ich gemeinsam mit anderen Masterstudenten „Lighthouse“ in Madrid gegründet. Während meines Studiums an der ESCP habe ich mich auf Nachhaltigkeitsmanagement spezialisiert, da ich ein starkes Interesse an dem Thema hatte. Außerdem interessierte ich mich sehr für Startups, und durch einen meiner Professoren in Berlin lernte ich mehr über Impact Investing. Allerdings ist dies eine Nische, die ziemlich schwer zu betreten ist, daher habe ich mich entschieden, bei einer „normalen“ Venture Capital (VC) Firma einzusteigen. Also bin ich zu APX gekommen, einem VC für Startups im Frühstadium.

Derzeit arbeite ich bei Best Nights VC, der Corporate-Venture-Capital-Gesellschaft von Jägermeister. Genauer gesagt bin ich Investmentanalyst, das heißt, ich analysiere Startups und beurteile, ob sie gute Investitionen sind und gut passen. Meine Arbeit ist für mich nach wie vor sehr interessant und ich genieße das Element der sozialen Interaktion, das dadurch entsteht. Gerade jetzt mit der Covid-Krise ist es großartig, Menschen zusammenzubringen. 

Wie definierst Du Nachhaltigkeit? Und wie gehst Du damit um?

Als wir den Verein gegründet haben, haben wir uns intensiv mit den Konzepten der Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. Ich bin sicher, dass die heutigen Studenten viel mehr über das Thema wissen als wir zu der Zeit von Lighthouses Gründung.

Nachhaltigkeit ist für mich ein sehr weit gefasster Begriff, der viele Dimensionen umfasst – ökologisch, sozial, usw. Bezogen auf die Nachhaltigkeit von Unternehmen bedeutet das für mich, aktiv Schritte in Richtung Nachhaltigkeit zu gehen. Ich glaube nicht an reine CO2-Kompensation oder Netto-Null-Ansätze.

Echte Nachhaltigkeit bedeutet, eine Strategie zu haben, die das nicht nur aufgrund des Drucks von außen berücksichtigt, sondern auch, weil sie an nachhaltigere Lösungen glauben.

Natürlich spielen in unserem Wirtschaftssystem Profit und Wettbewerb eine Schlüsselrolle bei der Entscheidungsfindung, aber auch Nachhaltigkeit muss eine Priorität sein.

Was ist Lighthouse – Corporate Sustainability? Was hat Dich und die Mitbegründer dazu bewogen, diesen Verein zu gründen?

Lighthouse ist der erste Nachhaltigkeits-Beratungsverband an der ESCP Business School und konzentriert sich auf die Unterstützung von KMU bei ihrem Übergang zur Nachhaltigkeit.

Unsere Motivation bei der Gründung war, dass wir in bestimmten Kursen einen Mangel an Nachhaltigkeit verspürten, obwohl es für uns und viele andere Studenten ein Thema von großer Bedeutung ist. Als neue Generation liegt uns das sehr am Herzen.

Daher wollten wir den Studenten die Möglichkeit geben, an realen Projekten zu arbeiten und praktische Beispiele mit Unternehmen zu liefern.

Im ersten Jahr haben wir hauptsächlich alles eingerichtet und mussten viel recherchieren. Wir haben versucht, Menschen mit einem gemeinsamen Interesse für Lighthouse zusammenzubringen.

Nun arbeitet der Verein bereits mit mehreren Startups im Rahmen von Beratungsmissionen zusammen.

Was waren die größten Herausforderungen auf diesem Weg?

Anfangs wussten wir nicht, wie wir anfangen sollten, um alles zu organisieren. Wir mussten den Zweck und die Ziele von Lighthouse definieren und die Organisation formen, was nie einfach ist, besonders als Student. Außerdem haben wir das Netzwerk geschaffen und für die kommenden Jahre geplant, um eine Grundlage zu hinterlassen, auf der wir aufbauen können.

Und was waren die Highlights?

Im ersten Jahr haben wir versucht, viele Veranstaltungen zu organisieren, und es ist uns gelungen, in dem Jahr wahrscheinlich 3 oder 4 Veranstaltungen zu organisieren – darauf bin ich sehr stolz.

Im zweiten Jahr konnten wir eine gute Grundlage für den Verein aufbauen und die Organisation wachsen sehen, was uns sehr gefreut hat.

Ich freue mich außerdem sehr, dieses Jahr sagen zu können, dass Lighthouse mit mehreren Unternehmen zusammenarbeitet und bereits einige Beratungsmissionen erfolgreich abgeschlossen hat.

Schließlich ist es großartig, dass ich den Verein nach wie vor unterstützen kann, indem ich mein Netzwerk einsetze und Startups finde, die gerne mit Studenten zusammenarbeiten.

Was ist Deine aktuelle Rolle bei Lighthouse?

Ich bin im Beirat und wir bringen unsere neuen Arbeits- und Netzwerkerfahrungen jeweils in den Verein ein.

Wie entwickelt sich der Verein?

Ich bin ziemlich stolz auf die Fortschritte, da ich mir nicht wirklich sicher war, wie sich Lighthouse entwickeln würde. Auch wenn ich dort nicht mehr aktiv bin, läuft der Verein reibungslos, die Studierenden sind engagiert, haben Spaß und lernen viel! Ich bin also sehr zufrieden mit der Entwicklung und der Arbeit an Beratungsprojekten.

Was sind Deine Hoffnungen für die Zukunft von Lighthouse?

Ich hoffe, dass es so weitergeht wie bisher. Im Idealfall wird es eine noch bessere und effizientere Organisation geben, und wir werden noch mehr Mitglieder und Projekte zählen. Es gibt zahlreiche Unternehmen da draußen, die an Nachhaltigkeitsprojekten wie den von uns angebotenen interessiert sind, daher möchte ich jeden Studenten aufnehmen, der sich für Lighthouse bewirbt.

Vielen Dank für Deine Zeit!


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3 Kommentare

  1. Anastasia

    Echt cooles Projekt, richtig spannend! Und schön, dass es weiterhin besteht und sich entwickelt

    Antworten
  2. Beate

    Tolle Initiative, ich wünschte ich hätte sowas auch machen können!

    Antworten
    • Komoneed

      Ja, das ist eine großartige Initiative, und wir von Komoneeed werden unser Bestes tun, um sie so weit wie möglich zu unterstützen

      Antworten
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