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Kleine Gewohnheiten bewirken große Veränderungen

Wir sind eine e-Community, die um einen intelligenten und leicht zugänglichen Informationsknotenpunkt herum aufgebaut ist, dessen Zweck es ist, uns dabei zu helfen, unseren Lebensstil zum Besseren zu verändern.

03.15.2021

Dadurch, dass wir mehr Zeit in unseren Häusern verbringen, sind wir und der Planet Zeuge einer einzigartigen Ära geworden, die für uns immer noch schwer zu begreifen ist

Wir sind Teil eines besonderen Moments in Unserer Evolution. Allerdings sind wir nicht die einzigen, Unser Planet ist es auch (Spoiler-Alarm).

Lass den Baum nicht den Wald verdecken

Ohne auf die wirtschaftlichen Auswirkungen einzugehen, atmeten die Ökosysteme für einige Monate aufgrund der geringeren menschlichen Aktivität wieder ein bisschen auf. Fabriken verlangsamten sich, Geschäfte schlossen und Ökosysteme… erblickten wieder das Licht der Welt.

Wir haben wahrscheinlich alle die Videos von wilden Tieren gesehen, die die Ruhe völlig leerer Städte genoßen: Fischschwärme, die zurückkehrten, um die Kanäle von Venedig zu füllen, Wildschweine, die in den Straßen von Haifa, Israel, frei herumliefen, und sogar Pumas, die in Santiago, Chile, herumwanderten.

Kennst du den Video?

Irgendwie hat sich in letzter Zeit die Lautstärke der Stimme des Planeten erhöht, als würde sie wollen, dass man sie hört. Ein Planet, auf dem die Durchschnittstemperatur steigt, und der langsam, wie ein Ei im heißen Wasser kocht.

Ein Bericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) stellt eine Grafik zur Verfügung, mit der wir diese Entwicklung messen können. Die globale Durchschnittstemperatur ist heute mehr als 1°C wärmer als in der vorindustriellen Zeit (vor 1850), mit einem Anstieg von etwa 0,2°C pro Jahrzehnt.

Wir befinden uns auf einem Planeten mit immer extremeren klimatischen Bedingungen, bei denen wir uns noch nicht vorstellen können, was alles passieren könnte.

Achtung: Das ist keine imaginäre Netflix-Serie

Lass uns ein wenig rekapitulieren. Schon in den Jahrzehnten vor der Pandemie war der globale Temperaturanstieg eine Realität. Wir stehen heute vor der heißesten Periode seit Aufzeichnungen geführt werden. Das wurde nicht durch natürliche Phänomene verursacht. Überraschung: Wer ist verantwortlich? Wir Menschen, natürlich.

Nach Jahrzehnten der exponentiellen Ausbeutung natürlicher Ressourcen, des hohen Verbrauchs fossiler Brennstoffe und der Abholzung von Wäldern stieg die Konzentration von Treibhausgasen (THG) erheblich an.

Diese Gase absorbieren Strahlung, die sonst ins Weltall zurückkehren würde, und halten die Wärme in der Atmosphäre zurück. Ohne diese natürliche Tatsache läge die Durchschnittstemperatur unseres Planeten bei etwa -18ºC. Wir sollten also den Treibhausgasen für ihre Existenz danken.

Nun, da viele Treibhausgase in die Atmosphäre ausgesendet werden, steigt die globale Temperatur immer weiter an, wie eine endlos aufgedrehte Heizung.

Die Welt leidet bereits unter den Folgen des Klimawandels

Die Auswirkungen? Erwärmung und Versauerung der Ozeane, Anstieg des Meeresspiegels, Bleichen ganzer Korallenriffe, Schmelzen von Eis und Gletschern, immer heißere Sommer, intensivere Stürme und Hurrikane, Dürren, die die Nahrungsmittelkrise verschärfen… Die Liste könnte weitergehen. Die Ergebnisse sind sichtbar, aber könnten sie schlimmer sein? Glaub uns, ja, das könnten sie. Es handelt sich nicht um eine Netflix-Serie.

Die gute Nachricht: Wir haben uns selbst

Wir haben einen Zaubertrick, um diese Situation zu ändern. Und das wäre, dem vorhersehbaren Spielergebnis vorzukommen. Dazu sind Entscheidungen nötig, die alle in die gleiche Richtung weisen. Ein erster Schritt wäre laut IPCC die Halbierung der Emissionen fossiler Brennstoffe bis 2030.

Das setzt ein Umdenken in unserer Wirtschaft voraus. Das bedeutet ein Übergang von einer Produktionsmatrix zu machen, die von fossilen Brennstoffen wie Öl, Kohle und Gas abhängig ist, in eine, die von sauberer Energie abhängt und weltweit umgesetzt wird. Das bringt Nachteile mit sich, wie zum Beispiel die Nutzung der Kernenergie; aber das wird ein Thema für einen anderen Beitrag. Die Länder müssen neue Maßnahmen ergreifen und dürfen sich nicht dazu verleiten lassen, neue fossile Brennstoffprojekte zu refinanzieren. Schaue Dir einfach diese Beispiele aus CNNs „The one chance we have“ an, um zu wissen, was wir Meinen.

Aber, was können wir von unserem Platz aus tun? Hat es Sinn, Unseren Kohlenstoff-Fußabdruck zu reduzieren, wenn die Großmächte oder mehr als 7 Milliarden Menschen es nicht tun? Eigentlich ja, und zwar mehr, als was wir Uns vorstellen.

Hier sind einige kleine Schritte, die Du in Deinem Leben unternehmen könntest, um Deinen Kohlenstoff-Fußabdruck zu reduzieren. Egal, ob Du im Büro, zu Hause, unterwegs, in der Schule oder im Urlaub bist, alles zählt.

Ändere Deine Ernährung

Wenn Du ein Fleischfanatiker bist und nicht aufhören kannst, Burger zu essen, wirst Du diese Nachricht vielleicht nicht mögen.

Schätzungsweise 14,5% aller Treibhausgase werden laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen der Viehzucht zugeschrieben. Also… weniger Fleisch zu essen wäre definitiv eine kluge Entscheidung.

Bonustrack: Weniger Lebensmittel verschwenden und lokal einkaufen! So vermeidest Du unnötige Transporte und damit unnötige Emissionen.

Schau mal auch nach, was das Instock-Restaurant in Amsterdam, Niederlande, macht.

Weniger Auto, mehr Fahrrad

Der Verzicht auf ein Auto kann laut einer Studie internationaler Forscher eine Verringerung von fast 2,4 Tonnen CO2-Äquivalent pro Person pro Jahr bedeuten (Seth Wynes und Kimberly A Nicholas 2017 Environ. Res. Lett. 12).

Andere Untersuchungen (Diana Ivanova et al 2020 Environ. Res. Lett. 15) legen nahe, dass das Vermeiden von Autofahrten die effektivste Routineoption zur Verringerung CO2-Fußabdrucks ist (guck Dir mal die Tabelle unten an). Benutze also mehr ein Fahrrad oder auf jeden Fall die öffentlichen Verkehrsmittel.

Ist Autofahren unvermeidbar? Dann versuche wenigstens langsam zu beschleunigen, vermeide den übermäßigen Gebrauch der Klimaanlage und überwache den Reifendruck. Das hilft, weniger Emissionen aus Deinem Auto auszustoßen. Und wenn Du an ein neues Auto denkst, könnte es diesmal ja ein E-Auto sein.

Finde weitere Details in unserem Artikel darüber, wie man mobil nachhaltig sein kann

Vermeide Flugreisen

Ja, wir wissen es. Wie soll man ohne Flugzeug Urlaub machen? Nun, heutzutage scheint es wegen der Einschränkungen etwas unwahrscheinlich zu sein.

Aber vielleicht könntest Du in der Zukunft versuchen, nähere Touristengebiete zu besuchen, die Du nicht kennst.

Der Flugverkehr ist eine der größten Quellen für Emissionen. Hier kannst Du Deinen Fußabdruck pro Flug berechnen.

Wenn Dein Job es erfordert oder es keine andere Möglichkeit gibt, kannst Du aber auch versuchen Deinen Fußabdruck mit Projekten zu verringern, die die CO2-Rückgewinnung fördern. Zum Beispiel, kann die Finanzierung von Aufforstungsprojekten eine gute Idee sein.

Zuhause, gemütliches und effizientes Zuhause

Es gibt nichts Besseres, als Zuhause anzufangen. Als Erstes, könntest Du ein Anbieter von erneuerbarer Energie auswählen.

Sogar Sonnenkollektoren installieren, wenn Dein Haus das zulässt. Stell Dir sicher, LED-Leuchten zu verwenden, Fenster und Türen gut zu isolieren um die Temperatur zu halten, Klimaanlagen zu vermeiden und besser Ventilatoren zu benutzen.

Verwende so wenig wie möglich Wasser (und je kälter, desto besser) und trockne Deine Kleidung an der Sonne und der frischen Luft, ohne einen Trockner zu benutzen.

Ziehe aus der Steckdose alle Deine elektronischen Geräte, die nicht verwendet werden. Geräte, die eingesteckt bleiben, auch wenn sie nicht benutzt werden, verbrauchen Energie.

Das wird sicher auch Deinen Geldbeutel helfen.

Vermeide Plastik. Benutze Deine Sachen wieder!

Du könntest Stofftaschen statt Plastiktüten verwenden, um Deine Einkäufe zu machen und zu transportieren.

Hast Du keine? Frage einfach nach einer benutzten Kartonschachtel im Geschäft nach, schäme Dich nicht. Immer mehr von uns tun das bereits.

Der beste Abfall ist der, der nicht erzeugt wird, also vermeide Massenkonsum.

Als letzten Ausweg kannst Du alle Deine Abfälle mit den entsprechenden Angaben (Trocken-, Nass- und sogar Elektronikschrott) korrekt recyclen.

Behalte Deine E-Mails im Auge

Wie stellst Du Dir das Internet vor? Wusstest Du, dass die berühmte „Wolke“ nicht magisch in der Luft schwebt, sondern aus riesigen, über die ganze Welt verteilten Datenzentren besteht? Und, dass all diese Zentren eine Menge Strom für den Betrieb und die Speicherung von Informationen verbrauchen?

Als Nutzer können wir also auch bestimmte Schritte unternehmen, um unseren digitalen Kohlenstoff-Fußabdruck zu reduzieren:

    • Lösche die E-Mails, die nicht mehr nützlich sind
    • Sortiere Deine Daten/Fotos,  die Du in der Wolke gespeichert hast
    • Optimiere Deine Suchvorgänge, um mehrere, energieaufwendige Optionen zu vermeiden
    • Benutze Suchmaschinen wie Ecosia (pflanzt Bäume mit jeder Internetsuche) oder Gexsi (unterstützt soziale und ökologische Projekte)
    • Entdecke mehr Tips in Unserem Artikel Internet braucht eine Schlankheitskur

Nützt es Dir alles in einer grafischen Tabelle zu sehen? Hier lassen Wir Dir 10 Optionen und wie viele Tonnen CO2 Du in jedem Fall pro Jahr einsparen würdest, laut der internationalen Untersuchung von Diana Ivanova et al 2020 Environ. Res. Lett. 15.

Laut dieser Studie kannst Du mit den 10 grafisch dargestellten Optionen Deine Emissionen um bis zu 9,2 Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr reduzieren. Wenn Du Deinen gesamten CO2-Fußabdruck berechnen möchtest, kannst Du das unter https://www.footprintcalculator.org/ oder unter https://www.carbonfootprint.com/ tun.

Jetzt, wo Du es weißt, werde aktiv und schaffe mehr Umweltbewusstsein!

Stell Dir nur vor, welche Auswirkung diese neuen Gewohnheiten, die von der Komoneed Community ausgehen, auf Dein Zuhause, Deine Nachbarschaft, Deine Stadt und Dich selbst haben kann.

 

Quellen:
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