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Digital vs. Papier: Grüne Informationsspeicherung

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07.12.2021

Auswirkung von Informationsspeicherung auf Papier oder online auf die Umwelt.

Jede Aktion, ob das Drucken eines Dokuments oder das Speichern in der Cloud, hat Auswirkungen auf die Umwelt.

As Covid-19 crisis sequestered us to live and work through screens, printing documents to ease the strain on screen-tired eyes has become appealing.  The world rapidly shifted to remote working, learning, and living; the questions regarding everyday technology products’ impact on the environment came to center stage. Now, as we slowly exit the worst of the Covid-19 crisis, and the dust is settling, it is time to reflect on our usage decisions and evaluate which option is greener, and when.  The tangled complexities of business practices, record-keeping laws, and the cost of maintaining information all impact our decisions.

Beispiel Anwälte

Um die Umweltauswirkungen des Papierverbrauchs verstehen zu können, nehmen wir das Beispiel einer typischen Anwaltskanzlei.  Es ist bekannt, dass Anwaltskanzleien mehr Papier verbrauchen als jede andere Branche.  Der durchschnittliche Anwalt verbraucht jährlich zwischen 20.000 und 100.000 Stück Kopierpapier.  Am oberen Ende sind das fast 50 Seiten pro Stunde.  Anwälte tun dies nicht, um der Umwelt zu schaden, sondern weil es strenge Gesetze zur Aktenführung gibt. 

Die digitale Aufbewahrung wichtiger Dokumente, wie z. B. Anträge, ist zweitrangig gegenüber den zahlreichen erforderlichen Papierkopien.  Diese Kopien sind nicht nur für die Anwaltskanzlei verpflichtend, sondern auch für das Gericht, die gegnerische Kanzlei und alle anderen beteiligten Parteien.  Dadurch entstehen buchstäblich Stapel von Kartons mit Papier. 

Würde der besagte Anwalt die 100.000 Papierakten online verlagern, bräuchte er mindestens 10 GB (inklusive Back-up und zusätzlichem Speicherplatz).  Eine Anwaltskanzlei mit mehreren Anwälten würde also 10 GB pro Anwalt benötigen.  Zum Vergleich: Dies entspricht 500 Stunden Internet-Browsing, 64 Stunden Musik-Streaming, 80 App-Downloads oder 2.5000 heruntergeladenen Songs.

Die Umweltauswirkungen beider Optionen

Obwohl Anwaltskanzleien ein extremes Beispiel sind, verbraucht der durchschnittliche Büroangestellte immer noch etwa 10.000 Blatt Papier pro Jahr.  Schockierenderweise landen 45 % dieses Papiers am Ende des Tages im Papierkorb.  Eine typische S-Corporation gibt jährlich 120 Milliarden Dollar (USD) für gedruckte Formulare aus.  70% der Unternehmen würden innerhalb von drei Wochen operative Probleme antreffen, wenn sie durch eine Naturkatastrophe einen katastrophalen Papierverlust erleiden würden.

Diese Informationen bieten eine Grundlage, um die Auswirkungen des typischen Geschäfts Verbrauchs auf der Makroebene zu analysieren.  Die Welt produziert jedes Jahr 300 Tonnen Papier.  Dafür müssen jährlich über 15 Milliarden Bäume gefällt werden.

Die Papierproduktion tötet nicht nur Bäume. Laut Toner Buzz, ist die Zellstoff- und Papierindustrie der drittgrößte Verursacher von Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung unter allen Industrien sowohl in Kanada als auch in den USA.

Die Zellstoff- und Papierindustrie setzt jedes Jahr über 100 Millionen Kilogramm giftige Schadstoffe frei… Die Papierherstellung produziert Stickstoff- und Schwefeloxide, die zu saurem Regen beitragen, sowie Kohlendioxid…“  Diese Statistiken sind erschreckend, aber bevor man auf den Digitalisierungs-Zug aufspringt, ist es wichtig, auch die Auswirkungen dieses Übergangs zu verstehen. Das globale System der Informations- und Kommunikationstechnologie hat einen massiven und negativen Einfluss, so schlimm, dass er in der gleichen Sphäre liegt wie die Treibstoff Emissionen der gesamten Luftfahrtindustrie.

Sowohl der Kohlenstoff-Fußabdruck unserer Gadgets als auch der der Luftfahrtindustrie, wird auf zwischen 2 – 3,7 % der gesamten globalen Treibhausgasemissionen geschätzt. Noch besorgniserregender ist, dass sich diese Emissionen bis 2025 für beide Branchen verdoppeln sollen.

Websites und digitale Speicher verschmutzen die Umwelt, da diese Informationen irgendwo gespeichert werden müssen. Es sind diese Rechenzentren die Strom verschlingen, der oft durch fossile Brennstoffe erzeugt wird.  Zusammengefasst hat jede Entscheidung ihren Preis.

Nachhaltig werden

Es ist leicht, sich überwältigt zu fühlen, nachdem man mit all diesen Informationen konfrontiert wurde.  Angst wird den Klimawandel nicht beheben, Akzeptanz und Handeln schon.  Hier sind einige Dinge, die man sowohl als Verbraucher aber auch als Unternehmen tun kann, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu mindern.

  • Hier kann man berechnen, wie viel digitalen Speicherplatz man auf der Grundlage seiner Papierakten benötigt, wenn man eine Umstellung vornehmen möchte
  • Hier kann man klicken, um den CO2-Fußabdruck einer Website zu berechnen
  • Sich die Tipps für die eigene Website von Ben Clifford, Gründer und Direktor von erjjio studios durchlesen
    • Prüfen, ob die eigene Website in einem Rechenzentrum gehostet wird, das Strom aus fossilen Brennstoffen oder aus erneuerbaren Energien verwendet
    • Für weitere Tipps und detaillierte Erklärungen, kann man hier mehr erfahren
    • Bei der Green Web Foundation findet man eine vollständige Liste grüner Website-Hoster
    • E-Mails löschen, die man nicht mehr benötigt, um zu verhindern, dass sie unnötig gespeichert werden
    • Von E-Mail-Newslettern und Mailinglisten abmelden, die man nie liest
    • Apps auf seinem Telefon löschen, die man nicht benutzt
    • Überflüssige Screenshots und Fotos aus der iCloud oder anderen Cloud-Laufwerken löschen
    • Sein Telefon für schnelle Internet Suchen anstelle eines Laptops verwenden, es benötigt weniger Energie
  • Ecosia ausprobieren, eine Suchmaschine, die Bäume pflanzt!

Die Wahl treffen

Verbraucher und Unternehmen müssen sich nicht unbedingt entscheiden, ob sie vollständig online oder papierbasiert arbeiten wollen.  Mit den Rechnern und Ressourcen in diesem Artikel ist eine fundiertere Entscheidungsfindung möglich.  Wenn man an einer vollständigen Digitalisierung interessiert ist, kann man weiter nach positiven Möglichkeiten recherchieren, wie z. B. grünen Webhostern.

Wenn man gesetzlich verpflichtet ist, Papierkopien aufzubewahren, kann man schauen, wo Papier aus recycelten Materialien zu kaufen ist, anstatt Bäume zu fällen.  Bei der zunehmenden Komplexität von Situationen wie diesen gibt es oft keine perfekte Lösung.  Was wir tun können, ist ein kollektives und handlungsorientiertes Bemühen um die Minderung unserer schädlichen Auswirkungen zu erzwingen.

Folgende Fragen sollte man sich stellen:

  • Muss das wirklich ausgedruckt werden? 
  • Wenn ja, kann es mit recyceltem Papier gemacht werden?
  • Gibt es eine saubere Energiequelle?
  • Nutzt man erneuerbare Energie, um seine Website, persönliche Dateien und Unternehmensinformationen zu hosten?
  • Wie wirken sich unsere E-Mails, Texte und Social-Media-Interaktionen auf den Planeten aus?

Quellen

Bild
  • Pixabay

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Heutzutage wird viel über Nachhaltigkeit im Finanzsystem diskutiert – es scheint ein wichtiges Thema zu sein, da Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen davon sprechen.

4 Kommentare

  1. Sarah

    Anwälte sind ein gutes Beispiel für die doppelte Nutzung von Paper und Cloud storage. Unsere Regierung verfolgt diese Methodik allerdings auch… Ist das wirklich notwendig?

    Antworten
    • Komoneed

      Von einigen Ausnahmen abgesehen, verbrauchen die Regierungen weltweit weiterhin große Mengen an Papier (wenn auch weniger als in der Vergangenheit).

      Antworten
  2. Anna

    Danke für die Einsicht in dieses Thema. Bei weiterer Recherche bin ich auch auf diesen Artikel gestoßen: https://gemeinsam-digital.de/das-papierlose-buero/

    Hier fand ich interessant, dass auch der Produktivitätsverlust durch Papier Dokumentation erwähnt wurde…

    Antworten
    • Komoneed

      Herzlichen Dank, Anna! Es gibt viele Unterlagen zu diesem Thema, und wir danken dir für die Bereitstellung dieser neuen Informationsquelle.

      Antworten
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