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Das Internet: Freund, Feind oder beides?

Wir sind eine e-Community, die um einen intelligenten und leicht zugänglichen Informationsknotenpunkt herum aufgebaut ist, dessen Zweck es ist, uns dabei zu helfen, unseren Lebensstil zum Besseren zu verändern.

07.27.2021

Seit dem Aufstieg des Internets ist es nicht mehr zu bestreiten, dass es heute zu einem wesentlichen Bestandteil für das Funktionieren der Gesellschaft und unseres persönlichen Lebens geworden ist. Doch inwiefern setzen wir uns eigentlich mit dem Internet auseinander anstatt nur mit ihm zu interagieren?

Obwohl es eine dumme Frage zu sein scheint, insbesondere nachdem wir mit diesem Ding seit ungefähr 30 Jahre nach dem .Com-Boom in den 1990ern leben, doch wie viel wissen wir wirklich über das Internet?

Was ist es?

Das Internet und die Branche, die mit ihm arbeitet, ist die Informations-, Kommunikations- und Technologiebranche (‚IKT‘). Dieser Oberbegriff umfasst alles, was notwendig ist, damit das Internet funktioniert.

  • Das Internetprotokoll (die Sprache des Internets);
  • Rechenzentren (Server- und Lagerhallen);
  • IKT-Infrastruktur (die Server selbst, Kühltürme, Kabel, um Strom zu den Rechenzentren zu leiten, Kabel für Festnetzgeräte und Netzwerkknoten, IKT-Anbieter (jedes Unternehmen auf der Welt) und Endpunkt-Anwender, unsere eigenen persönlichen Geräte, um nur ein paar zu nennen.

Aufgrund der zahlreichen Fortschritte der IKT-Branche und ihrer schnellen weltweiten Ausbreitung wird geschätzt, dass es gegenwärtig um die 7 Milliarden User drahtloser Geräte mit Internettechnologie gibt.

Das bedeutet, dass mehr als 90 % der weltweiten Bevölkerung online sind.

Die Vorteile dieser Vernetzung sind erheblich.

Vernetzung und Kommunikation

Nachrichten können zu jedem überall auf der Welt versendet und Antworten in Sekundenschnelle erhalten werden. Dies begünstigt nicht nur unsere Sozialisierung, sondern auch die Fähigkeit, Beziehungen aufrechtzuerhalten, ohne dass diese durch die Entfernung und geografische Lage zu sehr beeinträchtig werden.

Handel und Wirtschaft

Hochgeschwindigkeitsverbindungen unterstützen auch unsere Arbeit und unseren Handel in ihrer Gesamtheit. Teams können aus der Ferne miteinander kommunizieren, der Welthandel funktioniert mit einem simplen Klick und die generelle Fähigkeit, für Unternehmen und Privatpersonen Einnahmen zu erbringen, ist gestiegen.

Information und Wissen

Die Möglichkeit, jede Art von uns verlangter Informationen online zu finden, ist so effektiv, dass wir nun mit dem Überschuss dieser Möglichkeiten umgehen müssen: Informationsüberflutung und Desinformation.

Jeder kann eine Bildung erhalten oder lernen, das Internet und offene Informationsquellen zu nutzen, ohne sich den einst vorhandenen zahlreichen Hindernissen stellen zu müssen, wie z. B. Standort, in der Nähe einer Bildungseinrichtung zu leben, Geld, um auf Bildung zuzugreifen, etc.

Demokratie und Entwicklung

Als Folge von all dem gab es eine Ausbreitung der weltweiten Demokratie, Verantwortlichkeit, Transparenz, der Meinungsäußerung, der Massenorganisation für soziale Bewegungen und der Kritik gegenüber fragwürdiger Unternehmen, Staaten und einzelner Akteure.

Dies sind Voraussetzungen für die Demokratie und es ist bewiesen, in Echtzeit, dass in Entwicklungsländern, die den individuellen Zugriff auf das Internet zu systematisieren beginnen, die Bevölkerung aus der Armut geholt wird.

… Und so vieles mehr…

Denn es ist buchstäblich alles andere: Rechnungen bezahlen, Unterhaltung, Banking, Surfen und so weiter.

Fantastisch! Wo liegt also das Problem?

Nun gut, es braucht Energie und Strom, um das Internet am Laufen zu halten, sehr viel Energie und Strom.

Jede einzelne im Internet gemachte Sache erfordert energetische Leistung, jede Browsersuche, jedes hochgeladene Foto, jede gesendete und empfangene E-Mail, jede aufgerufene Seite und sogar die Instandhaltung unserer WLAN-Verbindung, um all diese Dinge tun zu können.

All dies sind im Grunde genommen übermittelte Daten. Das führt uns zu den Rechenzentren, das Gehirn dieses ganzen Betriebs.

Lagerhallen größer als Flugzeugträger werden gebaut und täglich erweitert, um tausende von Leiterplatten unterzubringen. Server und Türme sind zur Berechnung, Speicherung und Verarbeitung dieser übermittelten Daten erforderlich und all dies geschieht in den Rechenzentren.

Auch wenn diese Rechenzentren keinen schwarzen Rauch aus Schornsteinen oder toxische Strahlungen ausstoßen, haben sie trotzdem eine Auswirkung auf die Umwelt, die sich durch die erwartete Steigerung der weltweiten IKT-Nachfrage, des Energieausbaus und Gebrauchs noch mehr erhöhen wird.

Dazu kommt, dass diese Rechenzentren 24/7 online und aktiv sind. Wir Menschen mögen schlafen, doch das Internet tut es nicht (und auch nicht unsere an das Internet gerichteten Erwartungen!).

Es wurde berichtet, dass die IKT-Branche ungefähr 2 % des globalen Kohlenstoffausstoßes verzeichnet, was der gesamten Luftfahrtindustrie entspricht, und sie somit auf Platz 6 der weltweiten Umweltverschmutzer positioniert.

Einige Prognosen schätzen zudem, dass sich dieser CO2-Fußabdruck bis 2030 voraussichtlich um das Fünfzehnfache aufgrund der weltweiten ansteigenden Nachfrage erhöhen wird.

Laut Greenpeace stießen die Schwergewichte Microsoft in 2020 um die 16 Millionen Tonnen an Treibhausgasen aus und Amazon 44 Millionen Tonnen.

Mit dem jetzt normalisierten Gebrauch von Kryptowährungen steigt der Bedarf an Computern schnell an, um dieses virtuelle Geld zu ‚fördern‘ und die Blockchain zu validieren. Ein Audit von PwC über Bitcoin allein schätz den Stromverbrauch auf bis zu 0,33 % der weltweiten eingesetzten Energie.

Jedoch hat die IKT-Branche sich selbst bewiesen, eine der anpassungsfähigsten zu sein, wenn es um nachhaltige Vorgehensweisen geht, wobei sich viele auf die IKT angewiesenen Unternehmen zur Klimaneutralität verpflichten.

Hyperscale-Rechenzentren

Hyperscale-Rechenzentren ersetzen jetzt traditionelle Rechenzentren, um die Leistung und Nachhaltigkeit zu unterstützen. Die schnellen Verbesserungen von solchen Aufrüstungen sichern die Energieeffizienz und einen niedrigeren Stromverbrauch, um die Geräte zu kühlen.

Es wird erwartet, dass Hyperscale-Rechenzentren ihre Zahlen aus 2015 bis 2021 auf 628 verdoppeln werden und ihr Anteil am gesamten Verkehr der Rechenzentren von 34 % auf 55 % ansteigen wird.

Konstruktionen von diesen Hyperscale-Modellen an Orten, in denen es von Natur aus kälter ist, werden die Kosten des Stromverbrauchs verringern, genauso wie Platzierungen auf Kontinenten und in Ländern, in denen erneuerbare Energiequellen die Hauptenergieträger sind.

Auch wenn die IKT-Branche an sich verantwortlich für die Methoden ist, wie sie uns ihre Leistungen anbietet, können wir als Endverbraucher viele Dinge tun, um die nachhaltigen Praktiken der Branche zu unterstützen.

Um unsere Datennachfrage zu sichern, muss sie nicht unsere Verpflichtung zur Nachhaltigkeit beeinträchtigen, wenn wir Folgendes berücksichtigen:

  • Gewisse Plattformen zu nutzen, um zu überprüfen, wie viel erneuerbare Energie ein IKT-Unternehmen, mit dem du interagierst, für den Strom seiner Rechenzentren einsetzt.
  • Säubere dein Postfach! Unnötige E-Mails zu löschen, kann unsere eigene individuelle Datenübertragung während jeder Sitzung reduzieren.
  • Lass keine unnötigen Programme oder Fenster im Hintergrund während einer Sitzung laufen und versuche deine persönlichen elektronischen Geräte tatsächlich auszuschalten, wenn du sie nicht benutzt, um deine Datenübertragung zu verringern.
  • Und recycle deine persönlichen elektronischen Geräte, wenn du sie erneuerst oder ersetzt. Sämtliche Hardware ist hungrig nach Strom und sollte, wenn immer möglich, wiederverwendet werden.

    Sources

    Image
    • Pixabay

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    2 Kommentare

    1. Eric

      Guter Tipp! Habe grade einfach 1000 Emails gelöscht, die absolut nicht relevant sind. Alleine schon die ganzen Google Meet reminder etc ….

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