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Konstruktiven Führungsstil gemeinsam gestalten

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08.14.2021

Wie eine nachhaltige Leitung kollektiv geschaffen werden kann

Die Leitung eines Unternehmens wird häufig nur dem Geschäftsführenden der Firma zugeschrieben, oder dem Manager einer Abteilung. Sie ist unter anderem verbunden mit der Verantwortung für ein Unternehmen, eine Abteilung, das Personal und ist außerdem angesehen als eine Fähigkeit, die nicht jede*r besitzt.

Aber was, wenn diese Definition der Führung mit einer anderen, kollaborativen Idee der Leitung ersetzt werden kann?

Anführung ist kein statisches Konzept

Wie mit den meisten Dingen im Leben, so wird auch die Führung beeinflusst von unserer Kultur, Generation und unseren persönlichen Ansichten. Daher kann man verschiedene Bedeutungen für die Anführung finden, je nachdem, wo man sucht.

Themen wie beispielsweise Individualismus gegen Kollektivismus kommen da auch ins Spiel.

In der amerikanischen Gesellschaft, die allgemein auf der individualistischen Seite der Skala ist, wird ein Anführer als eine Person gesehen, welche die Verantwortung übernimmt und schwierige Entscheidungen trifft.

So ist es auch im Beispiel von Amazon und den meisten anderen großen Firmen, wo die Manager über die Zukunft des Unternehmens und die Strategie entscheiden, und damit den Firmenwert erhöhen wollen.

Dabei gibt es eine klare Unterscheidung zwischen den leitenden Positionen und den Mitarbeitenden, die in Lagern arbeiten, ohne die Möglichkeit, über ihre täglichen Aufgaben hinaus zu Unternehmensthemen beizusteuern.

Ein anderer Ansatz

Andererseits kann Führung gemeinsam geschaffen werden, was zu einer nachhaltigeren Art der Leitung beitragen kann.

Mondragon basiert zum Beispiel auf einem kooperativen Geschäftsmodell, das auf „Grassroots-Management“ aufbaut. Als eine der größten Gesellschaften Spaniens, hält Mondragon nach wie vor die anfänglichen Werte und demokratischen Methoden des Unternehmens aufrecht. Durch die Einbindung aller Mitarbeitenden in die Führung des Unternehmens werden Themen, welche die breite Gesellschaft betreffen, mehr in den Fokus gerückt, wie auch Nachhaltigkeit.

Ein weiteres Beispiel ist John Lewis Partnership, das größte arbeitnehmergeführte Unternehmen in Großbritannien. Das Ziel der Firma war und ist es, einen besseren Weg zu finden, Geschäfte zu machen. Angeleitet durch Prinzipien und die Unternehmens-Verfassung, können die Mitarbeiter*innen die Geschäftsführung mitgestalten. Dabei werden Rechte als auch Verantwortungen geteilt.

Diese demokratischen Unternehmen heben einen wichtigen Aspekt hervor: Dass Mitarbeitende aus allen verschiedenen Bereichen großartige Ideen haben können und dabei unterstützen können, ein erfolgreiches und nachhaltiges Geschäft aufzubauen – wenn sie die Möglichkeit dazu erhalten.

„Große Entwicklungen in Unternehmen kommen nie von einer Person. Sie sind das Produkt eines Teams.“ Steve Jobs

Dieses Zitat von Steve Jobs unterstreicht, dass Teams gewisse Ziele auf einer größeren und bedeutungsvolleren Ebene erreichen können als eine einzige Person.

Um als Unternehmen eine wirkungsvolle Leitung zu erzielen, ist es notwendig, alle zu berücksichtigen, die von dem Unternehmen betroffen sind, und das beinhaltet die Mitarbeiter*innen.

Dennoch werden Mitarbeitende oft bei der Analyse der Anspruchsgruppen vernachlässigt. Im schlimmsten Fall führt dies zu unzufriedenen Arbeiter*innen und wichtige Themen wie die Klimakrise werden ignoriert. Langfristig würde es sich um ein Geschäftsmodell handeln, dass zentrale Themen auslässt und damit Misserfolge herbeiführt.

Die Suche nach Sinn

Die Wichtigkeit von Unternehmenswerten wächst für potenzielle Mitarbeiter*innen, sodass Unternehmen berücksichtigen sollten, ob die momentane Strategie und die Management-Prozesse bei den Mitarbeitenden gut ankommen.

Laut einer Studie, durchgeführt in den USA und Australien, braucht die Mehrheit der Mitarbeiter*innen ein Gefühl des Stolzes gegenüber ihrer Arbeit und des Unternehmens.

Mehr denn je Suchen Menschen einen Sinn in ihrer Arbeit und würden ihren Job kündigen, falls sie keinen finden.

Ein Ansatz der gemeinsamen Führung berücksichtigt die Stimmen aller Mitarbeitenden und hat damit den Vorteil, zusammen die Unternehmenswerte zu bestimmen. Dadurch können Mitarbeiter*innen eine verstärkte Identifikation mit der Firma aufbauen.

Gemeinsame Führung = nachhaltiges Unternehmen?

Die erhöhte Diversität kann zu großartigen Ergebnissen führen, aber bringt natürlich auch eigene Herausforderungen mit sich.

Einen Konsens zu erlangen, wird schwieriger, je mehr Personen mit ihren eigenen Meinungen involviert sind. Es ist beinahe unmöglich eine Entscheidung zu treffen, der jede*r im Unternehmen zustimmt. Dennoch sollte die Akzeptanz für die Mehrheitsentscheidung wachsen, wenn die verschiedenen Meinungen erhört wurden und eine Entscheidung demokratisch entschieden wurde.

Schließlich demonstrieren die Vorteile in den erwähnten Beispielen, dass ein kollaborativer Führungsansatz sehr gut funktionieren kann und in der Kreation eines nachhaltigen und leistungsstarken Unternehmens wesentlich helfen kann.

 

Diesen Monat geht es hier bei Komoneed ums Thema Jobs – zum Beispiel um Arbeitsplätze, Unternehmenskulturen, Führung und andere Inhalte! Bleib dabei um mehr interessante Artikel wie diesen zu lesen.

 

Jetzt möchten wir gerne wissen: Was denkst du zu den folgenden Fragen?

  • Ist es für dich persönlich wichtig, einen Sinn und eine Bedeutung in Deiner (zukünftigen) Arbeit zu haben?
  • Denkst du, dass demokratische Führungsstile auf Dauer nicht funktionieren können wegen der verschiedenen Meinungen und Interessen?
  • Hast du jemals in einer Firma gearbeitet, die so einen kollaborativen Führungsansatz hatte? Falls ja, wie war Deine Erfahrung damit?
  • Kennst du andere interessante Beispiele von Führungsstilen?
  • Sollte jedes Unternehmen Nachhaltigkeit angehen und diese in die Unternehmensstrategie integrieren, oder führt das letztendlich zu Greenwashing?

 

Quellen

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Heutzutage wird viel über Nachhaltigkeit im Finanzsystem diskutiert – es scheint ein wichtiges Thema zu sein, da Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen davon sprechen.

9 Kommentare

  1. Leonie

    Auf die Frage: Ist es für dich persönlich wichtig, einen Sinn und eine Bedeutung in Deiner (zukünftigen) Arbeit zu haben?
    Definitv! Ich bin der festen Überzeugung, dass wir als Mitarbeiter am effektivsten arbeiten wenn wir uns in unserem Umfeld wohlfühlen. Zu wissen wofür man sich jeden Tag engagiert und was wir bewirken können füllt uns mit Stolz und Zuversicht !

    Antworten
    • Komoneed

      Ein engagiertes Team ist besser in der Lage, zusammenzuarbeiten und sich zu koordinieren!

      Antworten
  2. Kiki

    Moderator ist der Beweis dafür das wir zusammen mehr schaffen können

    Antworten
  3. Christoph

    Dennoch: manchmal müssen Entscheidungen getroffen werden ohne alle miteinzubeziehen: zu viele Köche verderben den Brei ….

    Antworten
  4. Achim

    Ich könnte nie wieder für eine Firma arbeiten, die keinen demokratischen Ansatz hat. Allerdings arbeite ich auch in kleinen mittelständlichen Unternehmen.

    Antworten
    • Komoneed

      Vielleicht müssen wir erst einmal richtig definieren, was demokratisches Verhalten in einem Unternehmen bedeutet.

      Antworten
  5. Monica

    Greenwashing hin oder her, Nachhaltigkeit sollte in jeder Firma ein Thema sein um wenigstens kleine Dinge zu bewegen

    Antworten
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