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Flight shaming: Aufgedeckt!

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05.29.2021

Die Enthüllung des Mythos über nachhaltiges Reisen

Im Jahr 2019 erklärte Greta Thunberg: „Ich fliege nicht wegen der enormen Klimabelastung durch den Flugverkehr pro Person“.

Seitdem ist “Flight Shaming” ein Begriff, der jedem von uns bekannt ist. Unabhängig davon, auf welcher Seite wir stehen; in einem Punkt ist sich die Großzahl der Gesellschaft einig: Fliegen ist schlecht für die Umwelt und ist ökologisch gesehen schädlicher als andere Verkehrsmittel.

Greta Thunberg ist zwar als Aktivistin für manche Menschen umstritten, gilt aber insgesamt als die Person mit dem größten Einfluss auf die europäische Meinung zum Fliegen. 2019 positionierte sie sich, indem sie bekannt gab das Fliegen ganz aufzugeben. Sie ermutigte Menschen dasselbe zu tun und argumentierte, dass man durch den Verzicht aufs Fliegen nicht nur den eigenen ökologischen Fußabdruck Abdruck reduziere. Man sende auch ein Signal an sein Umfeld, dass die Klimakrise existiere.

Zweifellos muss unser Flugverhalten insbesondere in Bezug auf Kurzstrecken reduziert werden. Aber ist Fliegen wirklich in jeder Situation das folgenschwerste Verkehrsmittel? Oder könnte es sein, dass unter bestimmten Bedingungen das Flugzeug weniger schädlich für den Planeten ist als das Auto?

Unumstritten, sind Züge und Busse nachweislich die am wenigsten umweltbelastenden Verkehrsmittel im Durchschnitt. Glücklicherweise nimmt die Nutzung beider Transportarten derzeit in Europa zu.

Doch um festzustellen, ob nun die Bahn oder der Bus das bessere Medium ist, muss man eine Vielzahl von Faktoren betrachten:

  • Bei der Effizienzbewertung von Bussen in Europa ist zu beachten, dass diese hauptsächlich mit Diesel betrieben werden. Außerdem ist der Auslastungsgrad ein entscheidender Parameter, der den eigentlichen CO2 Ausstoß beeinflusst.
  • Bei den Zügen hängt die Beurteilung eindeutig von den verschiedenen Modellen und Ländern ab.
    • Einerseits können Züge entweder mit Dieselantrieb, als Hybrid Züge oder vollständig elektrisch betrieben werden. Es ist wichtig auf dieses Detail zu achten, da die Umweltbelastung je nach Modell unterschiedlich schwerwiegend ist.
    • Andererseits müssen wir auch die internen Richtlinien des Landes berücksichtigen. Auch wenn ein Zug mit Strom betrieben wird, ist die Quelle der Stromerzeugung der entscheidende CO2-Emissionsfaktor.

Aber wie sieht es nun bezüglich der Flugzeug vs. Auto Situation aus?

Aber wie sieht es nun bezüglich der Flugzeug vs. Auto Situation aus?

Studien zeigen, dass das Flugzeug für kurze Strecken das umweltschädlichste Transportmittel ist. Entgegen der allgemeinen Annahme, dass fliegen immer die letzte Wahl sein sollte, kann die Fahrt mit dem Auto für „längere“ Strecken jedoch schädlicher sein als das Flugzeug.

Achtung! Natürlich muss man hier bedenken, dass wir über Durchschnittswerte sprechen!

Ein praktisches Beispiel für eine durchschnittlich “umweltfreundlichere” Flugstrecke, ist eine Reise von Luxemburg nach Lissabon. Mit dem Auto beträgt diese Strecke 2.125 km, alternativ werden mehrere direkte Flugverbindung angeboten.

Dennoch gilt die Annahme, dass die Fahrt mit dem Auto von Luxemburg nach Lissabon schädlicher ist als die Wahl des Luftverkehrs, nur unter bestimmten Bedingungen:

  • Die Beladung des Autos entspricht durchschnittlich gerechnet nur 1,5 Personen.
  • Das Alter, der Motor und das Modell des Autos, sowie die Fahrweise des Fahrers sind ausschlaggebend.
  • Bei Flugzeugen hängt der tatsächliche Treibstoffverbrauch unter anderem von Wind, Motortyp, Passagierzahl, Gepäckbeladung, Entfernung ab.

Unabhängig von den genannten Umständen, können wir an einem Fakt festhalten: Ein Auto mit 100 % Auslastung ist in der Regel effizienter pro Reisendem, als ein Flugzeug mit 100% Auslastung.

Nach all diesen Fakten, fragt man sich was denn jetzt eigentlich das richtige Reiseverhalten ist!

Um dies zu beantworten, können die folgenden Schritte für die Wahl der nachhaltigsten Art zu reisen genutzt werden:

  1. Als erstes sollte man einen Online-Rechner wie z.B. Ecopassenger oder Carbon footprint nutzen, um das effizientestes Verkehrsmittel zu ermitteln. Hierbei sollten unbedingt auch Aspekte wie die Richtlinien der unterschiedlichen Länder, das Modell des Fahrzeugs und die Personenanzahl berücksichtigt werden.
  2. Die umweltfreundlichste Lösung ist wahrscheinlich die Fahrt mit dem Zug oder dem Bus. Wenn man sicher sein möchte, die umweltfreundlichste Lösung zwischen Bus und Bahn zu wählen, sollte man recherchieren, ob der Zug Elektrobetrieben fährt und woher diese „grüne“ Energie kommt.
  3. Aufgrund von Faktoren wie Komfort, Preis oder Zeit sind die Bahn oder der Bus vielleicht nicht das gewählte Verkehrsmittel. Wenn dies der Fall ist, sollte die Lösung darin bestehen, die Einzelheiten weiter zu evaluieren. Genauer gesagt sollte man ein relativ neues und C02-freundliches Auto wählen und auf einen „grünen Fahrstil“ achten. Das heißt, langsam und vorausschauend. Am wichtigsten ist, das Auto möglichst mit der maximalen Anzahl von Personen zu beladen. Wenn man nicht gerade mit Freunden oder der Familie verreist, gibt es andere Alternativen. Das Anbieten der Fahrt an andere über Blablacar oder andere Carsharing Anwendungen, könnte ein Beispiel sein.
  4. Dass jeder ein umweltfreundliches Auto erwerben kann, ist zweifellos unrealistisch. Demnach, muss man sich keine Vorwürfe machen, falls dieses Ziel eines 100% beladenen und umweltfreundlichen Autos nicht realisierbar ist. In einem solchen Fall könnte es sich aber lohnen, das Flugzeug in Betracht zu ziehen, um die Kraftstoffeffizienz zu erhöhen. Hierzu, kann man Online-Rechner wie Ecopassenger verwenden und darauf achten die richtige Fluggesellschaft zu wählen.
  5. Ein letzter Ratschlag ist die Investition in Ausgleichsprogramme. Auch wenn diese als eine Form des Freikaufens von Schuld angesehen werden können, haben sie immer noch eine Wirkung. Durch regulierte Standards kompensieren sie die CO2-Emissionen, die durch das Flugzeug ausgestoßen werden. Wenn man sich also für die Flugreise entscheidet, sollte man diese CO2-Kompensationsprogramme erwerben.

Vielleicht, versucht man auch einfach das Thema ganz zu vermeiden und ein „grüner Held“ zu sein. Nach einem Blick in die Garage, könnte man auch in Betrachtung ziehen, das Fahrrad zu nehmen – anstatt das Flugzeug oder Auto!

  • Wirst Du anfangen, Carsharing Applikationen wie Blablacar zu nutzen, um die Passagieranzahl zu maximieren?
  • Meinst du, dass CO2-Kompensationsprogramme in den Preis von Flugtickets eingerechnet werden sollten?
  • Welcher Faktor ist Deiner Meinung nach bei der Wahl des Transportmittels am wichtigsten? Der Preis, der Komfort, die Zeit oder eine direkte Verbindung?
Quellen
Bilder:
  • Pixabay

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Heutzutage wird viel über Nachhaltigkeit im Finanzsystem diskutiert – es scheint ein wichtiges Thema zu sein, da Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen davon sprechen.

6 Kommentare

  1. Elena

    Guter Punkt: Obwohl für so gegen die Wahl des Flugzeuges sind, ist das Auto dann doch nicht immer die besten Alternative.
    Vor allem nicht mit alten Autos, deren Verbrauch einfach nur unvernünftig ist !

    Antworten
    • Komoneed

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Vielleicht ist es besser zu planen, bevor man handelt, meinst Du nicht auch?

      Antworten
  2. Christa

    BlaBla Car ist momentan mein Lieblingstransportmittel für weite Strecken! Man trifft immer coole Leute und macht etwas gutes für die Umwelt!

    Antworten
    • Komoneed

      Wie cool! Vielleicht sollten wir feststellen, dass Blablacar ein zuverlässiges System ist.

      Antworten
  3. Nick

    Endlich mal ein Artikel, der nicht immer die gleichen Dinge sagt, sondern mal kritisch hinterfragt

    Antworten
    • Komoneed

      Vielen Dank für Deine Teilnahme! Wir müssen kritisch sein, denn das ist es, was echten Wert und Wandel schafft.

      Antworten
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